How work affects live, thematisiert von den Studierenden der Angewandten, Wien in einer Ausstellung kuratiert von Matylda Krzykowski und dem MAKK Köln.

Arbeit, so sagt ein deutsches Sprichwort, sei das halbe Leben. Vielleicht, weil wir den größten Teil unserer wachen Zeit in sie investieren, sicherlich aber, weil die Arbeit in vielfacher Weise unser Selbstverständnis prägt: Für die einen ist sie ein wesentlicher Aspekt der Daseinserfüllung, für die anderen Existenzsicherung und für wieder andere eine psychische Belastung, vor allem dann, wenn Arbeit fehlt. Vor dem relativ neuen Hintergrund unendlicher Möglichkeiten in Bezug auf die Berufswahl und dem Paradigma eines selbstbestimmten Lebens, führen diesbezügliche Entscheidungen zunehmend zu Überforderung des Einzelnen.

Arbeit spielt recht offensichtlich die zentrale Rolle bei der Entwicklung individueller Lebenschancen, dem Selbstwertgefühl und der Stellung innerhalb der Gesellschaft. Als die technisch-kulturell geprägte Form der Auseinandersetzung einer Gesellschaft mit ihrer Umwelt führt Arbeit zu gewaltigem Ressourcenverbrauch und in ihrer gegenwärtigen Form zur Zerstörung der gemeinsamen Lebensgrundlage.

DesignerInnen, insbesondere Industrial Designer, haben unmittelbaren Einfluss auf die Werkzeuge der Arbeit und auf das Zusammenarbeiten der Menschen an den Arbeitsstätten. Egal ob in Büros, Studios, Werkstätten, auf den Feldern oder zu Hause - DesignerInnen wecken die Konsumwünsche einer Gesellschaft und befriedigen sie zusammen mit der Industrie und dem Handwerk, indem sie Ressourcen zu Produkten und Dienstleistungen verwandeln. Es liegt also nahe, dass DesignerInnen eine zentrale Rolle bei der dringend nötigen Umgestaltung der Themenkomplexe Arbeit und Wirtschaft zukommt.

Die Studierenden der Abteilung Industrial Design1 der Universität für angewandte Kunst Wien haben sich unter der Leitung von Prof. Stefan Diez über zwei Semester hinweg mit den gegenwärtigen und zukünftigen Formen der Arbeit auseinandergesetzt: Während im ersten Semester die aktuellen Einflüssen auf die Arbeitswelt hinsichtlich technologischer, ökonomischer und sozialer Veränderungen thematisiert wurden, sind im zweiten Semester die Produktionsweisen dieser Projekte unter den Gesichtspunkten einer zukunftsorientierten Kreislaufwirtschaft behandelt worden.

Die Ausstellung

Im Zentrum der Aufmerksamkeit von WORK IN PROGRESS steht das Verhältnis einer jungen Generation zum Thema Arbeit aus der Sicht 20 Studierender der Universität für angewandte Kunst Wien. Die Ausstellung thematisiert die aktuellen Bedingungen der Arbeitsumwelt und die damit verbundenen technologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen dieser Generation. WORK IN PROGRESS wird im Januar 2021 in der Temporary Gallery in Köln, unterstützt durch das Museum für Angewandte Kunst Köln MAKK, zu sehen sein. Die Ausstellung wird von Matylda Krzykowski kuratiert, von Lina Fischer (DIEZOFFICE) geplant und grafisch vom Bureau Borsche umgesetzt. WORK IN PROGRESS entstand in Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung durch WAGNER-LIVING, Augsburg.

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Aktuelle Informationen

Aufgrund der aktuellen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem COVID-19-Virus und dem von Bund und Ländern beschlossenen Lockdown, bleibt die Temporary Gallery vorerst geschlossen. Die Ausstellung verschiebt sich daher auf voraussichtlich April 2021.

Weitere Informationen, unteranderem über den Ersatztermin der Ausstellung, erhalten Sie in Kürze hier.